Auszeit

•1 November, 2015 • Schreibe einen Kommentar

Der letzte Beitrag ist ein ganzes Jahr alt. Ich hab hier lange nicht mehr geschrieben, weil es unnötig ist, seine Gedanken hier öffentlich nieder zu schreiben (auch wenn kaum jemand den Blogg liest). Es ist nicht so, dass ich weniger denke als damals, nein, im Gegenteil. Aber es ist besser, seine Gedanken privat nieder zu schreiben oder mit jemanden darüber zu reden. Wenn es irgendwas gibt, über das ich in Zukunft vielleicht doch schreiben möchte, werde ich das hier noch tun – aber bis dahin ist hier erst einmal Leere.

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Der Spiegel

•13 Oktober, 2014 • 1 Kommentar

Ich bin dieses Wochenende mal richtig über meine Gedanken gestolpert. Fast hätte es mich auf den Boden gelegt. Ich hatte diverse Gespräche unter anderem welche über Frauen. Es ging darum, was an Frauen attraktiv ist und welche Frauen überhaupt in dieses Bild der, sagen wir mal gutaussehenden Frau passen. Ich habe den Gesprächen eher zugehört als mich aktiv zu beteiligen. Das Wort „gutaussehend“ oder allgemein diese Kategorie kann man je nach Geschmack unterschiedlich definieren – aber darum gings nicht. Dann kam das Thema darauf, was denn so alles an mir perfekt/gutaussehend/geil ist. Da habe ich dann seltsamerweise einfach nur zugestimmt und es als deren Meinung hingenommen. Habe mir keine weiteren Gedanken darüber gemacht. In einem anderen Gespräch ging es um meine Vergangenheit – kurz gesagt, dass ich anscheinend sehr begehrt war als ich noch Single war – ( ja ich! ich? – da kommt das alte Ich wieder durch). Ich hab dazu dann nur geantwortet, dass ich vielleicht vieles anders gemacht hätte, wenn ich das gewusst hätte. Damit hatte sich das Thema gegessen –abgehakt unter: war einmal – wäre eine tolle Zeit gewesen – aber hat keinen Einfluss auf mein Leben jetzt –also unwichtig.
Ich bin dann Samstagnacht hochgeschreckt so als ob ich den Rauch eines Feuers gerochen hätte. Ich saß kerzengerade im Bett und mein Kopf ratterte: Warum habe ich den Gesprächen eigentlich nicht widersprochen? Warum habe ich nicht gesagt, dass das nicht so ist und sie mich nur durch ne falsche Brille sehen? Warum habe ich ihnen nicht meine Sicht über mein eigenes Aussehen erklärt? Warum habe ich nicht dagegen protestiert?
Ich war nie gut auf das Thema Aussehen anzusprechen, hab mich davor immer versteckt bzw. meine eigene Sicht der Welt entwickelt, die mir zwangsweise in der Jugend aufgezwungen wurde. Ich habe darüber nachgedacht, wann ich das erste Mal der Meinung war, dass ich nicht gut aussehe. Als Kind/Teen stehst du oft vor dem Spiegel. An einem Tag ist alles in Ordnung, du findest dich ganz okay – jetzt nicht hübsch, aber ganz passabel. Doch am nächsten Tag, als dir andere Kinder/Teens zurufen, wie hässlich du doch bist oder dir unnette Spitznamen geben (die werde ich jetzt nicht aufzählen) – da ändert sich plötzlich alles schlagartig. Du schaust von nun an in den Spiegel und findest dich hässlich, wie Abschaum. Wann ändert sich das wieder? Lange nicht, ich kann nicht genau sagen wann sich das geändert hat.
(Dass es ein Zeichen von Schwäche ist, die Meinung anderer zu übernehmen und nur noch danach sein Leben auszurichten, weiß ich. Ich bin da auch nicht stolz drauf, aber jeder Mensch war einmal schwach bevor er stark wurde)
Was also hat sich jetzt geändert? Ich habe Selbstbewusstsein (in manchen Momenten zwar immer noch sehr wenig) aber immerhin existiert sowas mittlerweile. Das Selbstbewusstsein hat sich, denke ich, dadurch aufgebaut, dass ich Freunde/Partner hatte, die mir eine andere Sichtweise über mich gezeigt haben. Da sie für mich zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden sind, habe ich dadurch wahrscheinlich unbewusst ihre Ansichten über mich übernommen, ohne mir allzu viele Gedanken darüber zu machen. (Die Gedanken, warum ich überhaupt Freunde/Partner hatte, wenn ich doch so ein Abschaum wäre, hatte ich trotzdem oft). Mittlerweile hinterfrage ich es nicht mehr, ich hab einen Mann an meiner Seite, der es glaube ich geschafft hat, mich soweit aufzubauen, dass ich zumindest wieder gerne in den Spiegel schau (zumindest um zu prüfen ob das Outfit sitzt^^).
Diese Veränderung kam im Stillen und mich hat das Samstagnacht echt erschreckt, wie ich das nicht gemerkt haben konnte. Ein anderes Beispiel füge ich jetzt noch hinzu: Ich hatte damals immer Bedenken, etwas mit Menschen zu machen, die mich z.B. nur online kannten weil ich Angst hatte, wie sie auf mein Äußeres reagieren würden (gab genug solcher verletzender Treffen). In den letzten Jahren hat sich das geändert. Ich hab viele Freunde online kennen gelernt und versteh mich besser mit ihnen als mit denen, die mich z.B. durch die Schule/Uni kannten. Ich hatte keine Angst mehr vor einem Treffen (ich weiß nicht warum? Ich war nicht mal mehr nervös). Komischerweise ist es seitdem nie bei einem Treffen geblieben – daraus wurden Freundschaften. Ich bekam Komplimente und hab mich da kaum noch dagegen gewehrt. Ich habe es auch nicht mehr hinterfragt (gut, vielleicht war es eine Zeit, in der mein Kopf mit vielen anderen Dingen beschäftigt war). Wenn ich drüber nachdenke, hab ich mich in den letzten 1-2 Jahren nicht mehr dagegen gewehrt. Ich bin offener geworden und gehe lockerer mit dem Thema um. Das macht vielleicht auch nur das Alter ^^ oder vielleicht doch das Umfeld – ich weiß es nicht.
Zwar gibt es oft noch Momente, wo meine alte Sichtweise über mein Äußeres nach außen dringt, wo ich mir einfach wünsche….., wo ich die Leute in Gedanken anschreie, dass sie mir endlich die Wahrheit ins Gesicht sagen (- ich bin nicht gutaussehend -). Einfach um Gewissheit zu haben und endlich beruhigt zu sein, dass ich doch nicht so falsch denke. Aber diese Momente sind nur noch selten, ich habe mich damit arrangiert, weniger über das Thema nachzudenken und einfach die Meinung der Leute um mich herum hinzunehmen. Keine Diskussion, kein Aufdringen meines Weltbildes. Ich denke, das ist der einfachste Weg und da ich schon längst unbewusst auf ihm wandere, sollte ich ihn auch nicht verlassen…..

Koma

•18 Juli, 2014 • Schreibe einen Kommentar

Es könnte alles so gut sein doch irgendetwas funkt mir dazwischen. Es redet mir Dinge ein, die schlecht für mich sind und durch die ich mich dementsprechend schlecht behandele. Ich glaube, wenn man so mit anderen Menschen umgeht wie ich mit mir, dann wäre Krieg noch ein Friedenszustand. Man merkt es äußerlich nicht an, doch das was oft in mir vorgeht, lässt ein Blutbad wie Kindergeburtstagsdeko aussehen. Das Fiese daran ist, dass dieser Zustand, von innen heraus zerfleischt zu werden nur dann auftritt wenn ich alleine bin. Alleine bedeutet, nur im Zwiegespräch mit meinem Kopf. Es sind meine Gedanken,die oft zu viel sind. Meine Seele hat zwar einen Abwehrmechanismus dagegen entwickelt, aber dieser setzt erst ein, wenn mein Hirn die Macht über meinen Körper erkämpfen will. In dem Moment wo der Körper scheinbar leblos am Boden liegt, der Dolch im Herz, der Kopf am triumphieren, dann erst streckt die Seele eine Hand aus und reißt den Kopf von den Füßen und zieht im letzten Augenblick den Dolch heraus und sticht ihn mitten in den Lebenswilen der Gedanken. Dieser Moment ist selten, aber wenn er denn passiert befinden sich danach Körper und Kopf im Koma. Dies geschieht, dauert ein paar Tage an und erst dann erwachen beide wieder. Der Kopf beginnt von Neuem um nach und nach wieder auf dem Schlachtfeld zu stehen. Er lernt nie aus Niederlagen, er wird immer der Stärkere sein. Und solange das so ist, quält er mich, sagt mir, dass das Leben ein ständiger Kampf ist. Passt die Seele einmal nicht auf, nehmen die Gedanken Überhand…

Let me go before I fall…das könnte ich zu meinem Kopf auch sagen. Gerade in diesem Moment spielt jemand neben mir auf der Parkbank Gitarre und singt dieses Lied. Musik….meine Gedanken sind gerade wie verschwunden..ich habe die Vermutung, sie verstecken sich sobald Musik ertönt. Musik, Musik ist das neben meiner Seele, dass den Kopf auf dem Siegeszug in die Knie zwingt. Musik, die große Mächtige, die mit ihrem Licht die Dunkelheit der Armee des Kopfes in die Flucht treibt…..

Schritte

•3 Juli, 2014 • Schreibe einen Kommentar

Wie fühlst du dich, wenn du dich endlich überwunden hast, jemanden persönliche Gedanken und Erfahrungen zu erzählen, der danach deine ganze Person in Frage stellt? Wie fühlst du dich, wenn du dein Innerstes offenbart hast und nur auf Ablehnung stößt? Wie fühlst du dich, wenn du deinen Geist geöffnet hast und du nicht verstanden wirst?
Blamiert? Verletzt? Verwirrt? Fragend? Nachdenklich?
Es gibt viele Gefühle, die diese Situation beschreiben, doch du kannst sie im Moment nicht in Worte fassen weil sie deine Gedanken lähmen. Am liebsten würdest du alles ungeschehen machen, denn es hat nicht das gebracht, was du dir so sehnlich erhofft hattest. Nun musst du mit dem Ergebnis leben, auch wenn es hart ist. Du versuchst, in deinem Leben weiter zu machen, machst dir nun aber trotzdem einen Kopf über deine Persönlichkeit, deine Sicht des Lebens. Denkst du so verquer? Bist du so anders? Kannst du deine Gedanken nicht in Worte fassen? Kannst du sehen, dass nur ganz wenige deine Seele verstehen? Ist es überhaupt wichtig, über Menschen nachzudenken, die dich nicht verstehen wollen, die deine Persönlichkeit formen wollen? Ist dies ein herablassendes Gedankenkonstrukt? Du weißt, dass du dir oft zu viele Gedanken um Alles und Nichts machst, trotzdem ist es in deinem Kopf präsent. Du musst es verarbeiten, auf deine Weise und danach damit abschließen. Vielleicht siehst du dann, dass du etwas daraus gelernt hast, was du jetzt noch nicht sehen kannst.

Du hast diesen Schritt getan, diesen beschwerlichen Akt den einen Fuß vor den anderen zu setzen und nun lähmt dich der Schmerz, der dich nicht zurückgehen lässt. Du kannst hier stehen bleiben oder einen weiteren Schritt wagen. Zuerst einen, dann den nächsten Schritt, der dir keine Überwindung mehr kostet, weil du merkst, diese Bewegung schmerzt dich nicht mehr. Erst wenn du das begreifst, ist es der richtige Weg. Dieser Weg lässt dich nicht auf der Stelle treten, zehrt nicht deine ganze Kraft für einen einzigen Schritt auf. Dieser Weg lässt dich laufen, ohne Gedanken. Denn Gedanken lassen deine Bewegung erstarren, schüttelst du sie ab, weil du einfach tust anstatt zu denken, wirst du merken, dass du Schritt für Schritt in deinem Leben vorwärts gehst. Das ist genau das, was du begreifen musst – egal wann.

Unelma

•25 Juni, 2014 • Schreibe einen Kommentar

Ich denke oft, dass du deine Träume aufschreiben solltest. Mit den ganzen Dingen, die du so träumst, kann man ein ganzes Buch füllen. Ob es nun gute oder schlimme Träume sind, sie besuchen uns so gut wie jede Nacht. Mal erinnerst du dich daran, mal nicht. Mal willst du sie vergessen, doch sie verschwinden nicht. Es gibt Erinnerungen, die du in deinem Unterbewusstsein nachts verarbeitest oder die erst nachts wieder deutlich werden, vor allem wenn du sie verdrängt hast. Vielleicht denkst du, dass dir deine Träume was sagen, doch oft ist es nur ein Schrei deiner Seele, eine Manifestation deiner Ängste und Wünsche.
Ich habe noch lange über den Traum von heute Nacht nachgedacht, doch je mehr ich mich darin verliere desto unangenehmer wird es. Daher habe ich mich entschlossen ihn aufzuschreiben, damit ich ihn so vielleicht vergesse bevor ich mich das nächste Mal zur Ruhe bette. Dieses Gefühl, das ich in diesem Traum gespürt habe, war schrecklich und ich will das nicht nochmal erleben. Es war (zum Glück) nur ein Traum, ich will mir nicht vorstellen wie dieses Gefühl in Real wäre wenn mir wirklich so etwas passieren würde.
Es war alles sehr verschwommen, anscheinend war ich in meinem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin. Ich war bei meinen Eltern zu Besuch, die Situation war sehr angespannt – ich weiß nicht warum. Sie wollten Fußball schauen und ich sollte gehen, doch ich wollte über etwas mit ihnen reden. Ich sagte dann irgendetwas gegen den Fußball und die Stimmung wurde eisig. Sie fühlten sich angegriffen und verbannten mich aus dem Haus. Sie sagten, sie wollten mich nie wieder sehen. Ich war total verwirrt und auch schockiert, dachte aber es sei nur eine Kurzschlussreaktion. Ich klingelte, klopfte an die Tür doch keiner öffnete mir. Mittlerweile war es stockdunkel und irgendwie war ich nicht mehr im Dorf. Das Haus stand einsam in einem Wald. Um mich herum ächzten die Bäume. Ihre Wipfel wogen leise über mir im Wind. Ich fühlte mich einsam. Der Hoffnung beraubt, drehte ich mich um und machte mich auf den Rückweg. Dorthin, wo ich noch willkommen war – zu meinem Ein und Alles. Ich wollte mich bei ihm melden und erzählen was passiert war. Die Nacht war eisig und es dauerte bis ich seine Nummer in meinem Handy gewählt hatte. Das Licht des Hauses war verschwunden, ich lief auf Gras geradeaus in die Dunkelheit. Die Baumstämme schienen wie stumme Zeugen. Als ich ihn erreichte, schien er über alles Bescheid zu wissen – ich musste nichts erzählen. Sein einziger Satz war: „Jetzt weißt du endlich mal wie es ist, einsam zu sein, verlassen von allen. Auch ich will dich nicht mehr.“ Mein Herz setzte aus und mir wurde übel. Ich wollte antworten doch er legte auf. Ich versuchte mit zittrigen Händen und Tränen in den Augen, ihn wieder anzurufen, doch die Nummer war nicht mehr vergeben. Als ich merkte, dass ich ihn nirgends erreichen konnte, drehte ich mich um, wollte zum Haus zurück, doch ich war zu weit gelaufen. Mich umhüllte Dunkelheit. Ich tastete mich vorwärts, stieß an kalte Baumrinde. Ich lief und lief, doch kam nirgends an. Mein Herz setzte aus, als mir Tränen übers Gesicht liefen und ein Schrei meine Seele befreite.
Dieser Traum war ziemlich greifbar. Als ich aufgewacht bin, pochte mein Herz als wär ich stundenlang gerannt. Sofort ergriff mich Angst und ich schaute auf mein Handy. Alles gut, mein Ein und Alles hatte mir vor ein paar Minuten eine nette Guten-Morgen-Nachricht geschrieben. Ich war beruhigt und überglücklich aber dennoch beschäftigte mich der Traum den restlichen Tag. Ich würde es nicht als Albtraum beschreiben, sondern eher als ein Spiegelbild meiner Ängste trotzdem habe ich gerade Furcht vor der kommenden Nacht. Schlafen ist ein Trieb der dich am Leben erhält. Du musst also irgendwann schlafen – nur vielleicht dann, wenn dein Gehirn schon so müde ist, dass es keine Kraft mehr für Manifestationen hat.

Warum?

•30 Dezember, 2013 • Schreibe einen Kommentar

Warum fühlt man sich fehl am Platz?

Warum steht man inmitten von Menschen und keiner sieht einen?

Warum denkt man, dass man keinem mehr wichtig ist?

Warum denkt man, dass man keinem jemals wichtig war?

Warum denkt man, dass Freunde auf einmal keine Freunde mehr sind?

Warum ringt man noch nach Luft, wenn einem die Freunde die Kehle zudrücken?

Warum denkt man, dass alle noch zustechen wenn ein Dolch aus dem Herz ragt?

Warum denkt man, dass alle noch genüsslich zutreten wenn man am Boden liegt?

Warum denkt man, dass alle zuschauen und applaudieren während man stirbt?

Warum gibt es dennoch einen Menschen, der nicht will, dass man stirbt?

Warum gibt es diesen Menschen, der alles anders sieht?

Warum gibt es diesen Menschen, der einen wieder Kraft gibt?

Warum gibt es diesen Menschen, der versucht die Wunden zu heilen?

Warum gibt es diesen Menschen, der einem die letzte Luft zum Atmen gibt?

Warum gibt es dennoch einen Menschen, der einen über alles liebt?

Warum? Weil es Schicksal ist?…

henkinen kipu ja särky

•17 August, 2013 • 1 Kommentar

Ich war immer der Meinung, dass mein Kopf nicht mehr viel denken kann, wenn ich wochenlang ( halt nein – monatelang) mit Lernen beschäftigt bin.

Das Staatsexamen steht kurz bevor und ich sauge all das Wissen wie ein Schwamm auf, bereit, es alles wieder auszuqetschen wenn ich es dann benötige.

Seit ca. zwei Wochen ist es besonders schlimm. Ich füttere mein Hirn stundenlang mit Wissen und trotzdem ist es nicht satt. Mir ist klar, dass es zu postkognitiven Prozessen führt. Um einzuschlafen, beschäftigen mich zahlreiche Fragen, auf die ich immer noch keine Antwort weiß (etwa in welcher Kristallstruktur kristallisiert AlP oder was nehme ich bei Merrifield-Festphasen anstelle von HF). Als ob das nicht genug ist, schleichen sich wieder Gedanken ein, die garnichts mit dem Lernstress zu tun haben. Gut, mein momentanes Privatleben ist alles andere als leicht oder glücklich, aber es gäbe im Moment eigentlich Wichtigeres als darüber nachzudenken, was Freundschaft/Liebe/Hass ist.  Da mein wertes Gehirn also noch nicht genügend ausgelastet ist, quält es mich in den letzten zwei Wochen mit zusätzlichen Gedanken/Erinnerungen/Emotionen (Vielleicht ist es auch schon ein Anzeichen des Wahnsinns, der sich aus diesem Druck entwickelt). Ich habe in den letzten Wochen in meinem Freundeskreis „aufgeräumt“ und einige „Freunde“ musste ich ziehen lassen, nachdem sich erwiesen hatte, dass sie nicht gut für mich/ich nicht gut für sie war. Bei einigen war die Entscheidung gut, bei manch anderen war sie schmerzhaft, da sie mich immer noch in meinen Träumen/Gedanken heimsuchen. Trotz des Schmerzes denke ich, dass ich mich gerade bei diesen Personen wie ein Wesen mit toten Augen und kaltem Herzen verhalten habe. Ich habe ihnen eine Seite von mir gezeigt, die man nur sieht, wenn man mich zutiefst verletzt/verarscht/hintergangen hat. Ich hasse diese Seite an mir, aber ich behandele andere genauso wie sie mich. Bekomme ich keinen Respekt, bekommen sie auch keinen. Der einzige Unterschied zu ihnen ist, dass ich, egal wie sehr ich verletzt wurde, keine Rache verspüre. Rache verspüre ich nur bei „gewissen Menschen“, die niemals meine Freunde waren (die, die mich kennen, wissen wen ich damit meine!). Durch den Hass, der sich in den letzten Wochen entwickelt hat, war ich nicht ich selbst. Nun bin ich auf dem Weg, das alles abzuschließen, nur bin ich nicht mehr wie zuvor. Ich habe gelernt, Menschen zu vertrauen und ihnen meine Seele zu zeigen, diesen Fehler werde ich nun nicht mehr machen. Der Schmerz hat mich wieder stark gemacht und ich hoffe, dass sich diese Gedanken, die mich zurzeit noch quälen und nicht schlafen lassen, bald in Luft auflösen. Es hat keinen Sinn, ständig über Vergangenes oder über Schritte, die man in die falsche Richtung gegangen ist, nachzudenken.

Das Leben geht weiter,ich hab Erfahrung und Erkenntnisse gewonnen. Ich hoffe, dass  mein Kopf auch endlich mal begreift, dass man nicht über alles hundertmal nachdenken muss, da es an der Sache nichts ändern wird. Die Welt ist wie sie ist, kalt und grausam. Doch ohne die Sonnenstrahlen (meine  Freunde, die immer noch da sind und mir Halt geben) wäre diese Welt nicht lebenswert. Ich danke euch, die in dieser Zeit zu mir standen, meine Stimmungsschwankungen ertrugen und mich zum Lächeln brachten. Danke!