Schritte

Wie fühlst du dich, wenn du dich endlich überwunden hast, jemanden persönliche Gedanken und Erfahrungen zu erzählen, der danach deine ganze Person in Frage stellt? Wie fühlst du dich, wenn du dein Innerstes offenbart hast und nur auf Ablehnung stößt? Wie fühlst du dich, wenn du deinen Geist geöffnet hast und du nicht verstanden wirst?
Blamiert? Verletzt? Verwirrt? Fragend? Nachdenklich?
Es gibt viele Gefühle, die diese Situation beschreiben, doch du kannst sie im Moment nicht in Worte fassen weil sie deine Gedanken lähmen. Am liebsten würdest du alles ungeschehen machen, denn es hat nicht das gebracht, was du dir so sehnlich erhofft hattest. Nun musst du mit dem Ergebnis leben, auch wenn es hart ist. Du versuchst, in deinem Leben weiter zu machen, machst dir nun aber trotzdem einen Kopf über deine Persönlichkeit, deine Sicht des Lebens. Denkst du so verquer? Bist du so anders? Kannst du deine Gedanken nicht in Worte fassen? Kannst du sehen, dass nur ganz wenige deine Seele verstehen? Ist es überhaupt wichtig, über Menschen nachzudenken, die dich nicht verstehen wollen, die deine Persönlichkeit formen wollen? Ist dies ein herablassendes Gedankenkonstrukt? Du weißt, dass du dir oft zu viele Gedanken um Alles und Nichts machst, trotzdem ist es in deinem Kopf präsent. Du musst es verarbeiten, auf deine Weise und danach damit abschließen. Vielleicht siehst du dann, dass du etwas daraus gelernt hast, was du jetzt noch nicht sehen kannst.

Du hast diesen Schritt getan, diesen beschwerlichen Akt den einen Fuß vor den anderen zu setzen und nun lähmt dich der Schmerz, der dich nicht zurückgehen lässt. Du kannst hier stehen bleiben oder einen weiteren Schritt wagen. Zuerst einen, dann den nächsten Schritt, der dir keine Überwindung mehr kostet, weil du merkst, diese Bewegung schmerzt dich nicht mehr. Erst wenn du das begreifst, ist es der richtige Weg. Dieser Weg lässt dich nicht auf der Stelle treten, zehrt nicht deine ganze Kraft für einen einzigen Schritt auf. Dieser Weg lässt dich laufen, ohne Gedanken. Denn Gedanken lassen deine Bewegung erstarren, schüttelst du sie ab, weil du einfach tust anstatt zu denken, wirst du merken, dass du Schritt für Schritt in deinem Leben vorwärts gehst. Das ist genau das, was du begreifen musst – egal wann.

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~ von Katinka - 3 Juli, 2014.

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